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kaufmännisch

Wie macht man E-Mail-Marketing richtig?

Einwilligungslisten und Kaltakquise nutzen dieselben Werkzeuge und andere Regeln. Hier verläuft die Grenze.

aktualisiert · 2026-09-19

Was ist E-Mail-Marketing und wie richtet man es ein?

E-Mail-Marketing bedeutet, an Menschen zu verkaufen, die Ihnen ihre Adresse gegeben haben. Die Einrichtung hat drei Schritte: einen Weg zur Adresssammlung öffnen, das Versandwerkzeug gegen Ihre Domain authentifizieren und einen Sendeplan festlegen. Der Unterschied zur Kaltakquise ist die Einwilligung, und deshalb sind auch die Kennzahlen andere: Hier zählen Öffnungen und Klicks.

Kurz gefasst

  • E-Mail-Marketing beruht auf Einwilligung, Kaltakquise auf einem Erstkontakt ohne sie.
  • Entscheidend ist nicht die Listengröße, sondern wer in den letzten dreißig Tagen geöffnet hat.
  • Jeder Versand braucht einen Abmeldelink.
  • Newsletter und Kaltakquise aus derselben Domain gefährden Ihre Zustellbarkeit.

Was E-Mail-Marketing umfasst

E-Mail-Marketing ist der regelmäßige Versand an Menschen, die Ihnen ihre Adresse überlassen haben. Newsletter, Kampagnenankündigungen, Produktneuigkeiten und Mails nach dem Kauf gehören dazu.

Im Zentrum der Definition steht die Einwilligung. Eine Mail an jemanden, der sich eingetragen hat, ist eine erwartete Mail, weshalb Öffnungsraten hoch und Beschwerden selten sind.

Die Einrichtung

Die Reihenfolge ist wichtig. Eine Liste aufzubauen, bevor der Versand steht, verbrennt beim ersten großen Versand den Ruf Ihrer Domain.

  • Sammelweg öffnen: Formular auf der Website, Häkchen beim Kauf, Veranstaltungsanmeldung.
  • Versandwerkzeug gegen die eigene Domain authentifizieren: SPF, DKIM und DMARC.
  • Den ersten Versand an eine kleine Gruppe schicken und Rückläufer entfernen.
  • Plan festlegen: zwei Versände im Monat sind für kleine Unternehmen die sinnvolle Obergrenze.
  • Nichtöffner in eine eigene Gruppe verschieben und nach sechs Monaten entfernen.

Der Unterschied zur Kaltakquise

Beide nutzen dieselben Werkzeuge, unterliegen aber nicht denselben Regeln. Im E-Mail-Marketing ist der Empfänger der Liste beigetreten. Bei Kaltakquise nicht, weshalb jede Nachricht einzeln geschrieben wird.

Auch die Kennzahlen unterscheiden sich. Newsletter misst man an Öffnungen und Klicks, Kaltakquise nur an Antworten. Wer Kaltakquise mit Newsletter-Kennzahlen bewertet, hält einen schlechten Text für erfolgreich.

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Den Teil dieser Schritte, der sich jede Woche wiederholt, übernehmen drei Agenten: Zielgruppe ableiten, Liste aufbauen, jede E-Mail auf die Person zuschneiden und die Antwort verfolgen.

Welche Werkzeuge wofür

Newsletter gehen über Massenversender hinaus: Brevo, Mailchimp, MailerLite und ähnliche. Sie sind gebaut, um eine Nachricht an Tausende gleichzeitig zuzustellen.

Für Kaltakquise sind sie ungeeignet, weil der Versand aus einem geteilten Pool erfolgt und der Text für alle identisch ist. Kaltakquise gehört in Ihr eigenes Postfach, einzeln und für den Empfänger geschrieben.

Die rechtliche Seite

In Deutschland und Österreich braucht Werbung per E-Mail grundsätzlich die vorherige Einwilligung des Empfängers, und diese Einwilligung muss dokumentiert sein. Vorangekreuzte Kästchen zählen nicht, ein Abmeldelink ist Pflicht.

Für den geschäftlichen Bereich gibt es enge Ausnahmen, sie sind jedoch schmaler als oft angenommen. Lassen Sie Ihre eigene Lage von einer Anwältin oder einem Anwalt für die Märkte prüfen, in die Sie senden.

Häufige Fragen

  • Verhalten zählt mehr als Größe. Zweihundert Menschen, die in dreißig Tagen etwas geöffnet haben, sind mehr wert als zehntausend, die nie öffnen, und genau diese zweihundert schützen Ihre Zustellbarkeit.

  • Wenn Sie etwas Konkretes zu sagen haben. Versand, der nur einen Kalenderplatz füllt, treibt Abmeldungen. Zwei im Monat sind für kleine Unternehmen die Obergrenze.

  • Nicht empfehlenswert. Newsletter-Beschwerden senken den Ruf der Domain, und dieser Rückgang verhindert dann, dass Ihre einzelnen Geschäftsmails im Posteingang ankommen. Trennen Sie beides auf zwei Domains.

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